Blog-Artikel über Katja Ladentin und Lipoletic bei “Frauensache” sowie Podcast bei “MindBodyLife”

Endlich ist es soweit: Heute sind die Blog-Artikel über Katja Ladentin und Lipoletic bei “Frauensache” sowie ein Podcast bei “MindBodyLife” erschienen.

Katja schreibt im Artikel sehr anschaulich, wie sie mit der Diagnose “Lipödem” umgegangen ist, als sie diese vor gut einem Dreivierteljahr erhalten hat und was sich danach in ihrem Leben verändert hat.

Im Podcast erzählen sie und Uwe vom alltäglichen Umgang mit dieser Erkrankung und von Wegen, wie auch andere sich das Leben damit erleichtern können.

Unten sind die Verlinkungen, wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen und Anhören.

Der Artikel bei “Frauensache”:

https://www.deinestarkeseite.de/lipoedem-von-der-diagnose-zu-lipoletic/Katja Ladentin bei Frauensache zum Thema Lipoedem und Lipoletic

Podcast bei “MindBodyLife”:

#20 Katja Ladentin: Von der Lipödem Diagnose zur Lipoletic-Trainerin in nur wenigen Tagen

Ein Tag zum Umdenken – Lipoletic-Vortrag auf dem Lymph-Kongress “Lymhologica 2017” in Bad Soden am 5.10.17

Dieser Tag sollte zu einem bedeutenden Tag für Lipoletic werden. Bisher ist Lipoletic als Bewegungssystem zur Schmerzreduzierung, Gewebeflexibilisierung und zur Verringerung und/oder Vermeidung von Folgeschäden bei Lipödem konzipiert. Aber im Laufe der vergangenen Monate hat sich bei den trainierenden Damen immer mehr heraus kristallisiert, wie wirkungsvoll Lipoletic auch im Bereich der Verbesserung des Lymph-Flusses und der Entstauung ist. Dieser “Nebeneffekt” ist uns von vielen Lip-Damen berichtet worden und es fiel auf, wie oft die Lipödem-Betroffenen kurz nach den Übungen auf die Toilette müssen.

Und so begannen wir damit, uns mehr und mehr mit der Wirkung des Lymph-Systems auseinander zu setzen. Da nicht jeder auf Anhieb Bescheid weiß, was genau das Lymph-System ist, hier erst mal ein paar Sätze dazu:

Das Lymphgefäßsystem

Neben dem arteriellen Gefäßsystem, durch das das in der Lunge mit Sauerstoff angereicherte Blut vom Herz zu den Körperzellen transportiert wird und dem venösen Gefäßsystem, in dem dann sauerstoffarmes Blut und Schlackenstoffe wieder zum Herz zurück transportiert wird, damit es dann in den Lungen wieder mit Sauerstoff “aufgeladen” wird, existiert im Körper darüber hinaus das Lymphgefäßsystem, ein dem Venensystem parallel gestelltes Drainagesystem. Die Lymphgefäße transportieren Eiweiße, Wasser, Zellreste, Bakterien, Schwermetalle und andere Stoffe aus der Haut, Unterhaut, Muskulatur, den Gelenken, Sehnenscheiden und Nerven ab. Sie sammeln sich im so genannten Venenwinkel unter dem Schlüsselbein und entleeren sich dann über die Lymphsammelstämme in das venöse Gefäßsystem und dann in das Herz.

Störungen im Lymphgefäßsystem führen zu Schwellungen durch Wasseransammlung im Gewebe (Ödemen), die auf Grund eines hohen Eiweißanteils zu Verhärtungen (Fibrosen) und durch den längeren Weg von den Kapillaren zu den Zellen zu Gewebeschädigungen führen können.

Die Lymphflüssigkeit

Als Lymphe (lat. lympha ‚klares Wasser‘) wird die in den Lymphgefäßen enthaltene wässrige hellgelbe Flüssigkeit bezeichnet, die das Zwischenglied zwischen der Gewebsflüssigkeit (Interzellularflüssigkeit) und dem Blutplasma bildet. Das Lymphsystem mit den Lymphgefäßen als Leitungsbahnen ist neben dem Blutkreislauf das wichtigste Transportsystem im menschlichen Körper. Es ist auf den Transport von Nähr- und Abfallstoffen spezialisiert. Die Lymphflüssigkeit passiert auf ihrem Weg die Lymphknoten – hier wird die Lymphe gefiltert und dadurch von Bakterien, Giftstoffen, Fremdkörper usw. befreit. Die Flüssigkeit und die gesammelten Stoffe werden über das Gefäßsystem bis zu einem zentralen Sammelpunkt im oberen Teil des Brustkorbs transportiert und dort wieder in die Venen geleitet, ein Großteil gelangt mit dem Blut in die Niere und wird schließlich mit dem Urin ausgeschieden.

Der Antrieb der Lymphflüssigkeit durch die Lymphgefäße erfolgt durch Eigenmotorik der Gefäße selbst, so besitzen die so genannten Lymphangionen (“Lymphherzen”) eine eigene Muskulatur, die sich im Ruhezustand ca. 10 bis 12 mal pro Minute kontrahiert, bei Bewegung wie z. B. durch Lipoletic oder Sport kann die Anzahl der Kontraktionen bis auf 50 bis 60 mal pro Minute ansteigen.

Im allgemeinen kann man das Lymphgefäßsystem auch als “Abwassser-System” des Körpers verstehen, durch das der Körper sich von allen möglichen unverträglichen Stoffen befreit. Bei einer manuellen Lymphdrainage (MLD) wird von einem ausgebildeten Lymphtherapeuten (meist Physiotherapeuten mit einer Zusatzausbildung) die aufgrund pathologischer Vorgänge in verschiedenen Körperstellen gesammelte Lymphe mit speziellen “Massage”-Griffen entlang der Lymphbahnen ausgeleitet. In den meisten Fällen entsteht dadurch auch ein vermehrter Harndrang in den Stunden nach der Behandlung, da alle Lymphflüssigkeit in Herznähe dem Blutkreislauf zugeführt und dann durch die Niere aus dem Blut heraus gewaschen und als Harn aus dem Körper abgegeben wird.

Wieso ist nun dieser Artikel mit der Überschrift “Ein Tag zum Umdenken” versehen? Nun, bislang haben wir Lipoletic hauptsächlich für Frauen mit einem Lipödem angeboten, die sich noch sehr gut bewegen konnten, also meist nur ein Lipödem der Stufe I bis II hatten. Bei den Stufen III, IV oder sogar V sind meist die Ödeme schon so ausgeprägt, dass Bewegungen aufgrund des angesammelten Wassers im Gewebe und der damit einher gehenden Vergrößerungen der Extremitäten kaum noch oder nur noch unter extremen Schmerzen durchgeführt werden können. An diesem Tag haben wir nun aber Frau Prof. Dr. Constanze Daubert, Professorin für Physiotherapie, am Rande ihres Vortrags über Lipoletic informieren können. Es entspann sich eine interessante Diskussion von vielleicht nur einer Viertelstunde, aber in dieser kurzen Zeit konnte uns Frau Dr. Daubert davon überzeugen, dass wir mit Lipoletic auch Lipödem-Betroffene mit stärkeren Beschwerdebildern und sogar Lymphödem-Betroffene ansprechen können, wenn wir die Reihenfolge der Bewegungsabläufe entsprechend anpassen und darüber hinaus auch entsprechende Hinweise geben.

Was ist der Unterschied zwischen einem Lipödem und einem Lymphödem?

Bei einem Lipödem handelt es sich um eine Fettverteilungsstörung, meist einhergehend mit orthostatischen Ödemen, besonders an den Ober- und Unterschenkeln mit Schwellungen in der zweiten Tageshälfte und Schmerzen unklarer Ursache. Charakteristischerweise betrifft die Schwellung symmetrisch beide Beine (seltener die Arme) und endet in Knöchelhöhe. Im Gegensatz zum Lymphödem greift die Schwellung beim Lipödem nicht auf den Fußrücken und die Zehen über. Die ersten Anzeichen treten vorzugsweise am Ende der Pubertät auf. Die Krankheit kann jedoch in jedem Lebensalter ihren Anfang nehmen.

Das Lymphödem ist ein eigenständiges, chronisches, zur Progression neigendes Krankheitsbild, bedingt durch eine Transportstörung des Lymphgefäßsystems. Die Belastung des Gewebes mit lymphpflichtigen Lasten, wie Wasser, Eiweiß etc. führt zu chronisch-fortschreitenden Entzündungen mit Anregung der Binde- und Fettgewebe bildenden Zellen (Fibroblasten, Adipoblasten). Als Langzeitschaden entwickelt sich eine zunehmende bindegewebige Durchbauung des Unterhautgewebes mit begleitender Verdickung der Haut. Das Lymphödem kann primär oder sekundär, z. B. nach einer Bestrahlungstherapie bei Krebs,  entstehen.

Wie oben schon erwähnt, können Frauen mit Lipödem in den ersten Stufen I bis II noch sehr gut mit Lipoletic ihre Beschwerden verringern und müssen noch keine Vorübungen machen. Einfach loslegen ist hier die beste Option.

Lipödem-Betroffene mit höheren Stufen (III bis V) sollten zumindest mal die Anfangs-Übungen probieren, dann aber auf jeden Fall schon die “Lipoletic-Lymphaktivierungsübungen” an den Anfang der Übungen stellen, um den Lymphabfluss der aktivierten Flüssigkeit gewährleisten zu können.

Für alle Betroffenen und auch sonstige Interessierte besteht aber die Möglichkeit, sich für die ersten vier Wochen des Lipoletic-Onlinetrainings freischalten zu lassen. Klickt dazu auf den nachfolgenden Link (Lipoletic Mitglied werden) und folgt den Erklärungen auf der Seite.

Wir werden euch auf jeden Fall hier im Blog berichten, wie es in der Zusammenarbeit mit Frau Prof. Dr. Daubert weiter geht und wie wir das Thema “Lymph-Aktivierung” noch stärker in unser Training einbeziehen werden, um Lipoletic immer gezielter als “Muskuläre Lymphdrainage” zum Einsatz zu bringen.

Herzliche Grüße

Uwe vom Lipoletic-Team

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LIPOLETIC – GEWEBEFLEXIBILISIERUNG UND SCHMERZREDUKTION BEI LIPÖDEM UND ADIPOSITAS

Von Ärzten befürwortetes Bewegungssystem zur Muskulären Lymphdrainiage

Lipoletic Team

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